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News

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Maia Shavadze gewinnt in Utrecht

Das Easter-Turnier in Utrecht zählt zu den am stärksten besetzten internationalen Ringerturnieren, bei dem Spitzenathleten aus aller Welt aufeinandertreffen und um den Sieg kämpfen.

Utrecht. Bei der 53. Auflage des Easter Wrestling Tournaments sind am

Osterwochenende 720 Ringerinnen und Ringer aus Europa und Nordamerika im

niederländischen Utrecht an den Start gegangen.

Sehr aktiv war im Sportcentrum Galgenwaard auch eine 13-köpfige Ringerabordnung

des SV Fellbach. In der Teamwertung sicherte sich der SVF unter mehr als 130

Mannschaften den zehnten Platz.

Kurz nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften bewies Maia Shavadze in der Mädchenkategorie (bis 46 Kilogramm) erneut ihre Klasse. Nach zwei vorzeitigen Siegen und einem Punkterfolg gegen die Tschechin Lucie Kenisova traf die Tochter von SVF-Cheftrainer Tariel Shavadze im Finale auf die Schweizerin Nelia Baumeler. Dabei gelang Maia Shavadze erneut ohne Punktverlust ein Schultersieg.

Über eine Silbermedaille freuten sich nicht nur ihre Schwester Lisa Shavadze (bis 59 Kilogramm), sondern auch Panagiotis Papadopoulos (bis 35 Kilogramm) sowie sein Bruder Christos (bis 60 Kilogramm) und Patimat Magomedgazieva (bis 53 Kilogramm).

Bronze sicherte sich Can-Noah Manz (bis 80 Kilogramm), dessen Schwester Suzan als Kampfrichterin im Einsatz war.

Von Michael Käfer

10.04.2026

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„Die Oberliga erfordert ein hohes Niveau“

Interview mit Thomas Heumann - Die Beweggründe der Fusion mit der Ringerabteilung des SC Korb, Bereinigung der Ligen und die Ziele der ersten Mannschaft.

Fellbach. Im zweiten Anlauf hat die Fusion der Fellbacher Ringer-Ligateams mit dem

SC Korb geklappt. Thomas Heumann, der Sportliche Leiter der Ringer des SVF,

spricht über aktuelle Veränderungen und die Aussichten der „Rems-Löwen“ für die

am 5. September in der Verbandsliga und am 11. September in der Oberliga

beginnende Saison.

Interview mit Thomas Heumann

Herr Heumann, wie fühlt man sich als Sportlicher Leiter einer Mannschaft, die von einer Saison zur nächsten gleich um zwei Ligen aufgestiegen ist?

Das ist natürlich schon super, aber man muss es auch wieder relativieren. Der Aufstieg hat natürlich am grünen Tisch nach einer Bereinigung der Ligen stattgefunden. Und ja, ich denke schon, dass eine Bereinigung der Ligen – unter anderem wurde die Zweite Bundesliga gestrichen – schon lange überfällig war. Ich denke, dass der Ringkampfsport daraus Vorteile ziehen kann. Das betrifft insbesondere die Themen Attraktivität und Zuschauer. Und auch bei der Bereitschaft, eigene Ringer bei den Vereinen zum Einsatz zu bringen, sind wir da ein Stück vorangekommen.

Wie beurteilen Sie denn die Tatsache, dass es keine Zweite Bundesliga mehr gibt und die Oberliga, in der die erste Mannschaft der Rems-Löwen aktiv sein wird, hinter der Regionalliga zur dritthöchsten Liga wurde?

Leistungsmäßig ist die Oberliga schon sehr, sehr stark. Das haben wir in den vielen Jahren, in denen der SV Fellbach in der Oberliga aktiv war, hautnah miterlebt. Alle, die aus der Oberliga in die nächsthöhere Liga aufgestiegen sind, haben dort immer gute Plätze erreicht. Aus dieser Sicht ist dieser Umbau nötig geworden und ich glaube, dass der Sport auch leistungsmäßig für Zuschauer und Sportler noch attraktiver wird.

Welche Auswirkungen erwarten Sie konkret für den SV Fellbach?

Der SV Fellbach wird sich mit seinen jungen Ringern erst etablieren müssen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass von der Oberliga an bei den Sportlern und insbesondere bei den jungen Sportlern schon ein sehr hohes Niveau erforderlich ist. Und um diesem Niveau gerecht zu werden, haben sich die Ringer des SV Fellbach ja mit dem SC Korb zu einer Kampfgemeinschaft, den Rems-Löwen, zusammengeschlossen.

Warum ist das erst im zweiten Anlauf gelungen?

Beim ersten Mal ist es wirklich erst kurz vor Schluss gescheitert. Aber ich denke, dass beide Vereine erkannt haben, dass die Notwendigkeit, gemeinsam stark zu sein, groß geworden ist, um eigene Talente, eigene Sportler zu fördern. Vor allem auch, damit die jungen Sportler in der für sie richtigen Liga ringen können. Und dass wir insgesamt in der Mannschaftsgestaltung mit den drei Teams in der Oberliga, der Verbandsliga und in der Landesklasse viel, viel flexibler sind.

Was waren darüber hinaus die wesentlichen Gründe, die zur Kampfgemeinschaft Rems-Löwen geführt haben?

Allem voran – wie wir es seit 20 Jahren hochhalten – ist es uns wichtig, dass unsere Sportler in Fellbach die richtige sportliche Heimat haben. Das gilt auch dann, wenn sie sehr gut sind und auch noch als deutscher Jugend- oder Juniorenmeister in Fellbach beziehungsweise bei der Kampfgemeinschaft in der richtigen Liga kämpfen können. Ich glaube, dass es auch in dieser Hinsicht ein weiterer Schritt ist, für die jungen Athleten attraktiv zu bleiben, die in Fellbach das Ringen gelernt haben. Die weiteren Vorteile sind vielschichtig. Allen voran sind dies die Trainingsmöglichkeiten sowie die Flexibilität bei der Hallensituation im Training. Was sich in Fellbach als sehr schwierig erwiesen hat, ist, dass wir in den höheren Ligen keine geeignete Halle für die Wettkämpfe haben. (Bisher fanden die Kämpfe in der Silcherhalle statt, was nicht mehr zulässig ist.)

Mit dem Weggang von Kevin Karl, nun auch mit dem Einzelstartrecht zum Erstligisten ASV Schorndorf, hat der SV Fellbach zum Jahreswechsel sein vielleicht größtes Ringertalent verloren. Wie sehr schmerzt das?

Kevin ist unbestritten ein tolles Talent und ein toller junger Sportler. Aus meiner Sicht ist er allerdings etwas zu früh in die höchste Liga gewechselt. Aber auch da wünschen wir ihm für die weitere Entwicklung natürlich alles Gute und viel Erfolg in der Zukunft. Wir vom SV Fellbach unterstützen das. Wenn ein Sportler alle Voraussetzungen hat, um in den höheren Ligen kämpfen zu können, dann erfüllt uns das eher mit Stolz als mit Schmerz, denn dann ist es der richtige Weg für den jungen Sportler.

Am 11. September beginnt die neue Saison der KG Rems-Löwen mit dem Auswärtskampf beim AC Röhlingen. Welche Erwartungen haben Sie an den Rundenstart in der Oberliga?

In der Oberliga wird es so sein, dass die besonders guten Fellbacher Talente hin und wieder zum Einsatz kommen werden. Die Verbandsliga ist eine Liga, in der wir uns wohlfühlen. Wir werden ja beide Ligen und dann auch noch die Landesklasse bespielen. Die Zielsetzung in der Oberliga ist sicherlich, dass wir da wirklich vorn mitringen können. Wie weit vorn genau, hängt natürlich immer auch von den Gegnern ab. Diese sind gerade dabei, sich ebenfalls gut aufzustellen, denn der Konkurrenzkampf ist natürlich groß. Final kann man das erst beurteilen, wenn klar ist, wie stark die einzelnen Mannschaften aufgestellt sind.

Gibt es externe Verstärkungen für das Team?

Wir haben mit den Verstärkungen erst einmal langsam getan. Sowohl die Korber Ringer als auch die Fellbacher Ringer haben jetzt ihre Kader abgeglichen. Da ist die gute Situation entstanden, dass wir sehr starke Mannschaften stellen können. Derzeit gibt es deshalb keine Neuverpflichtungen.

Noch einmal konkret gefragt: Wo steht das Oberliga-Team Ihrer Prognose nach am Rundenende?

Klares Ziel ist tatsächlich, dass wir unter den ersten drei Mannschaften in der Oberliga landen.

Leidenschaft von Kindesbeinen an

Thomas Heumann ist seit vielen Jahren der Sportliche Leiter der Ringermannschaften des SV Fellbach. Für den inzwischen 62-Jährigen ist der Ringkampfsport seit Kindesbeinen an eine echte Leidenschaft. Als Kämpfer gewann er mehrere internationale Turniere und sicherte sich bei deutschen Jugendmeisterschaften dreimal die Silbermedaille. Ein Großteil seiner Familie ist mit dem Ringen verbunden. So war sein Sohn Aron Heumann ebenfalls auf der Ringermatte für den SV Fellbach erfolgreich und wurde 2016 Fellbacher Sport-Ass des Jahres. Thomas Heumanns Schwester Christine Heumann war bis vor wenigen Wochen die Leiterin der Fellbacher Ringerabteilung. Zusammen mit seinem Bruder Jörg Heumann, einst zweifacher Amateur-Welt- und Europameister sowie Vizeweltmeister bei den Profis im Rock’n Roll, wurde er 2007 vom SV Fellbach mit dem Wanderpreis „Sportliches Vorbild“ ausgezeichnet.

Im Hauptberuf leitete der Diplom-Betriebswirt und Gartenbaumeister das von ihm 1990 gegründete Garten- und Landschaftsbauunternehmen, das sich mit der Planung und Ausführung von Außenanlagen beschäftigt und seinen Sitz in Weinstadt Beutelsbach hat. Seit dem vergangenen Jahr hat hier sein Sohn Aron Heumann die Hauptverantwortung. 

Von Michael Käfer

10.04.2026

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Erst im Finale Unterlegen

Sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil fanden die Deutschen U-17- Meisterschaften statt. Marcel Kunst vom SV Fellbach sicherte sich eine Silbermedaille

Luckenwalde/Aschaffenburg. Mit vier Startern fuhr Tariel Shavadze zu den am

Wochenende ausgetragenen deutschen Meisterschaften der U-17-Ringer im

griechisch römischen Stil.

Der Cheftrainer aller im SV Fellbach versammelten Ringer hatte gleich mehrere

Medaillenanwärter nach Luckenwalde chauffiert, und insbesondere für Marcel Kunst

hat sich die 588 Kilometer lange Fahrt nach Brandenburg gelohnt. Bereits in der

Verbandsliga-Runde hatte der in beiden Stilarten einsetzbare, aber in zwischen auf

die Stilart griechisch-römisch spezialisierte Nachwuchsringer überzeugt.

„Marcel war sehr stark und hat bis zum Finale alles deutlich gewonnen“, sagt Tariel Shavadze. Drei vorzeitige Siege, die er in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm allesamt durch technische Überlegenheit errungen hatte, sammelte der erst 14-Jährige bis zur Schlussrunde ein.

Dann allerdings traf er auf seinen guten Bekannten, den dreifachen deutschen Jugendmeister und EM-Teilnehmer Samuel Puscas von den Red Devils Heilbronn. Der hatte Marcel Kunst bereits im vergangenen Jahr beim Gewinn der DM Bronzemedaille in der Altersklasse U14 die einzige Niederlage zugefügt. Auch diesmal erwies sich der Heilbronner als stärker und gewann nach 1:39 Minuten durch technische Überlegenheit mit 10:1.

Immerhin: Marcel Kunst gelang es als einzigem Starter, Samuel Puscas einen technischen Punkt abzuluchsen. Nach dem siebten Rang vor zwei Jahren und der im Vorjahr erkämpften Bronzemedaille arbeitet sich Marcel Kunst immer weiter nach vorn und trug maßgeblich zum siebten Platz bei, den der SV Fellbach unter 59 angetretenen Vereinen belegte.

Auch Can-Noah Manz, der Zugang vom ASV Schorndorf, startete mit drei Siegen in die Titelkämpfe der Klasse bis 80 Kilogramm. Dann traf er auf Sultan Muhametow. Gegen den späteren Goldmedaillengewinner vom SV Wacker Burghausen musste sich Can Noah Manz vorzeitig mit 1:10 geschlagen geben. Nach einem Punktsieg stand der Athlet vom SV Fellbach im kleinen Finale, in dem er gegen Luca Lindner (ASC Kappel) knapp nach Punkten unterlag. „Can-Noah hat sehr gut gerungen“, bilanzierte Tariel Shavadze nach den mit Gesamtrang vier abgeschlossenen sechs Kämpfen.

Der Pechvogel des Wochenendes war aus Fellbacher Sicht Christos Papadopoulos. Der Dritte des Vorjahrs bei der U14 siegte bei sechs Kämpfen fünfmal und belegte dennoch in der Klasse bis 60 Kilogramm nur Rang fünf.

Sein älterer Bruder Kyriakos Papadopoulos, vergangene Woche noch souverän Landesmeister, erwischte einen schwarzen Tag und landete auf Rang sieben. Nach vier Kämpfen standen für ihn zwei Niederlagen zu Buche, darunter ein denkbar knapper Misserfolg gegen den späteren Goldmedaillengewinner Jonathan Matzky (HAC Stralsund). „Es ist schade. Bei beiden Papadopoulos war mehr drin“, sagte Tariel Shavadze. Keine Medaille für den SV Fellbach gab es bei den deutschen Meisterschaften der U17 im Freistil. Can Dogan und Recep Gürel, die im Vorjahr bei der U14 noch Gold und Silber gewonnen hatten, blieben in ihrer neuen Altersklasse ohne Podestplatz.

Das heftigste Programm mit sieben Kämpfen hatte in Aschaffenburg Can Dogan (bis 65 Kilogramm) zu bewältigen. Nach vier Punktsiegen unterlag er dreimal und erkämpfte Platz sechs.

Recep Gürel belegte unter 27 Startern (bis 60 Kilogramm) Rang zwölf.

Von Michael Käfer

10.03.2026

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Ein intensiver Wettkampftag auf den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Urloffen.

Neun Athleten. Neun Wege. Fünf Medaillen auf Landesebene.

GRECO
Kyriakos Papadopoulos - 72 kg U20 - Platz 1
Doppeltes Gold. U17 und U20.
Zwei Altersklassen. Ein klares Zeichen auf Landesebene.


Noel Luka Lozančić - 82 kg - Platz 2
Er arbeitet konsequent. Investiert täglich.
Setzt Standards. Wir kennen seinen Anspruch.

 

Loukas Kesisidis - 130 kg - Platz 2
Neuzugang. U17-Athlet. Ohne Vorerfahrung im Ringen.
Nach nur acht Monaten Ausbildung bei unserem Head Coach Tariel Shavadze steht er im Finale der U20. Seine Entwicklung war allein im Verlauf dieses Turniers sichtbar. Mutig. Lernbereit. Wachsend.

 

Can-Noah Manz - 82 kg - Platz 3
Stabil. Konsequent.
Belohnt. Harte Arbeit zahlt sich aus.

 

Adam Tomcik - 97 kg - Platz 3
Klarer Auftritt. Starke Kämpfe.
Präsenz auf der Matte.

Maximilian Horvat - Platz 4 (87 kg)
Knapp an der Medaille vorbei. Mit Haltung und Disziplin bis zum letzten Kampf.
Ein wichtiger Impulsgeber für das Team.


Luan Fazliu - Platz 6 (130 kg)
Trotz Fastens mit Herz, Technik und echtem Kampfgeist.
Die Einladung zu den DM-Lehrgängen ist verdient.


Leon Schöpper - Platz 8 (63 kg)
Die Arbeit der letzten Monate ist sichtbar.

Nach neun Jahren wieder auf der Matte. Das ist Charakter.


Nikola Stoyanov - Platz 18 (70 kg Freistil)
Mutig gestellt. Erfahrung gesammelt. Weiter im Aufbau.


Unsere jungen Athleten haben Verantwortung übernommen.
Sie haben sich gezeigt. Sie sind gewachsen.
Jetzt heißt es wie gewohnt: professionell analysieren und weiterarbeiten.

Von Tina Lozančić

01.03.2026

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Rems-Löwen
gehen an den Start

Der SV Fellbach Ringen und der SC Korb bündeln ihre Kräfte und gründen gemeinsam die KG Rems-Löwen.

Ab der neuen Saison gehen drei aktive Mannschaften in der Oberliga, Verbandsliga

und Landesklasse sowie zwei Jugendteams gemeinsam auf die Matte.

Gerungen wird überwiegend in der Korber Ballspielhalle, die mit Infrastruktur,

Organisation und Atmosphäre optimale Bedingungen für Kampfabende bietet.

Ziel der Kampfgemeinschaft ist es, jungen Ringern eine echte Perspektive im

Leistungssport zu bieten, sie im Remstal zu halten und Schritt für Schritt

weiterzuentwickeln.

Training, Nachwuchsarbeit und Wettkampf sollen künftig noch enger verzahnt und sinnvoll ergänzt werden.

Die KG Rems-Löwen steht für nachhaltige Entwicklung, starke Ausbildung und eine gemeinsame Zukunft.

Saisonstart: September 2026
Heimkämpfe: Korb

Von Tina Lozančić

14.02.2026

Kyriakos Papadopoulos begeistert

Kyriakos Papadopoulos begeistert

Beim Heimkampf gegen die KG Baienfurt/Ravensburg II verbuchen die Ringer des SV Fellbach mit 13:21 Punkten ihre zweite Saisonniederlage.

Fellbach. Es war ein klassischer Fehlstart, den die Ringermannschaft des SV Fellbach

am Samstagabend den rund 75 Zuschauern präsentierte: Rasch war die SVF-Auswahl

nach Niederlagen von Lamin Bojang, dem erstmals ins Aufgebot gerückten Recep

Gürel sowie von Gerasimos Zagliveris mit 0:11 gegen die KG Baienfurt/Ravensburg II

in Rückstand geraten und unterlag schließlich mit 13:21.

Weil zudem die wenig später geforderte und beim SV Fellbach notorisch schlecht 

besetzte Freistilklasse bis 98 Kilogramm diesmal gänzlich ohne Vertreter der Gastgeber

blieb, war schon früh die Luft aus dieser Begegnung in der Verbandsliga raus.

Erst Enes Güven gelang es gegen Aaron Dodrimont mit einem 11:5-Punktsieg die ersten beiden Zähler für den SV Fellbach einzusammeln. Der Halbzeitstand von 15:2 aus Sicht der Kampfgemeinschaft von Baienfurt und Ravensburg bot dennoch wenig Raum für Optimismus bei den für den verhinderten Fellbacher Cheftrainer Tariel Shavadze eingesprungenen Betreuern Dimitrios Papadopoulos und Kevin Karl.

Immerhin sorgte nach dem Pausensprudel Tornike Katamadze mit seinen vorzeitigen Sieg über William Lehn für eine positive Überraschung bei Kevin Karl. „Ich kenne seinen Gegner. Er ist ein starker Ringer und ich hätte nicht gedacht, dass Tornike gegen ihn technisch überlegen gewinnt“, sagte der 18-Jährige, der am kommenden Samstag wohl seine Erstligapremiere im Team des ASV Schorndorf feiert, bei Einzelmeisterschaften aber weiterhin für den SV Fellbach startet.

Im siebten Kampf des Abends musste dann jedoch der zweifache deutsche Jugendmeister Noel Lozancic eine rasche Schulterniederlage gegen den Baienfurter Heshmat Akbari hinnehmen.

 

SV Fellbach – KG Baienfurt/Ravensburg II. 80 kg (Freistil): Bojang – Härdtner 0:4-Überlegenheitsniederlage (Gesamt: 0:4); 57 kg (Fr.): Gürel – Hafner 0:4-Schulterniederlage (0:8); 130 kg (griechisch-römisch): Zagliveris – Weißhaar 0:3-Punktniederlage (0:11); 61 kg (gr.-r.): Güven – Dodrimont 2:0-Punktsieg (2:11); 98 kg (Fr.): SVF ohne Kämpfer (2:15); 66 kg (Fr.): Katamadze – Lehn 4:0-Punktsieg (6:15); 86 kg (gr.-r.): Lo[1]zancic – Akbari 0:4-Schulterniederlage (6:19); 71 kg (gr.-r.): Papadopoulos – Odal 3:0-Punktsieg (9:19); 75 kg (Fr.): Kazantzidis – Mayr 0:2- Punktniederlage (9:21); 75 kg (gr.-r.): Meladze – Klat 4:0-Schultersieg (13:21).

Von Michael Käfer

20.09.2025

Erster Dämpfer für SVF-Team

Der Oberliga-Absteiger unterliegt in der Verbandsliga dem Team des Aufsteigers KSV Aalen 05 mit 6:23.

Aalen. Nach dem erfolgreichen Ligaauftakt, den die Ringer des SV Fellbach vor einer

Woche gegen die Neckarunion Münster-Remseck mit 20:10 für sich entschieden

hatten, folgte am Samstag gleich der erste Dämpfer in der noch jungen

Verbandsliga-Saison: Gegen den Landesliga-Aufsteiger KSV Aalen 05 setzte es eine

deutliche 6:23-Niederlage.

„Wir waren eigentlich zuversichtlich, dass es auch diesmal mit einem Sieg klappt“,

sagte Fellbachs Sportlicher Leiter Thomas Heumann nach dem Kräftemessen in der

Aalener Thomas-Zander-Halle.

Indes bewiesen die Gastgeber um Trainer Anton Nuding bei ihrer Saisonpremiere -

zum Start der Verbandsliga hatte der Aufsteiger kampffrei - warum sie 2024

ungeschlagen Meister der Landesliga geworden waren.

Vor allem vor der Pause zeigte sich der frühere Erstligist klar überlegen und zog mit 14:0 davon.

Erst Tornike Katamadze konnte mit einem Überlegenheitssieg gegen Lian Both vier Zähler für den SV Fellbach um Trainer Tariel Shavadze einsammeln und zum Pausenstand von 14:4 verkürzen.

Der ehemalige Jugend-Europameister ist nach einer verletzungsbedingten Pause auf dem Weg zu alter Stärke.

Katamadze sowie sein georgischer Landsmann Gocha Meladze und Noel Lozancic waren die einzigen drei Punktesammler des SVF.

Noel Lozancic, der in der Klasse bis 86 Kilogramm gegen den Aalener Trainersohn Dennis Nuding mit 3:1 triumphierte, konnte als einziges Fellbacher Eigengewächs siegen.

„Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen“, sagte Thomas Heumann. Die Moral seiner Equipe sieht er uneingeschränkt intakt: „Alle Kämpfe waren richtig gut.“

Bereits am nächsten Samstag (19.30 Uhr, Silcherhalle) hat der aktuell sechstplatzierte SVF gegen die punktgleiche KG Baienfurt/ Ravensburg II die nächste Siegchance.

 

KSV Aalen 05 – SV Fellbach: 57 kg (Freistil): Friedel – Marcel Kunst 4:0-Überlegenheitssieg (Gesamt: 4:0); 130 kg (griechisch-römisch) Kalay – Zagliveris 3:0-Punktsieg (7:0); 61 kg (gr.-r.): Honold – Güven 3:0-Punktsieg (10:0); 98 kg (Fr.): Lovin – Verletis 4:0- Überlegenheitssieg (14:0); 66 kg (Fr.) Both – Katamadze 0:4-Überlegenheitsniederlage (14:4); 86 kg (gr.-r.): Nuding – Lozancic 0:1-Punktniederlage (14:5); 71 kg (gr.-r.): Anton – Papadopoulos 1:0- Punktsieg (15:5); 80 kg (Fr.): Soltayev – Bojang 4:0- Überlegenheitssieg (19:5); 75 kg (Fr.): Tajik – Kazantzidis 4:0-Überlegenheitsieg (23:5); 75 kg (gr.-r.): Eismont – Meladze 0:1-Punktniederlage (23:6).

Gocha Meladze

Von Michael Käfer

13.09.2025

Einzigartiges Projekt

Nach der Auftaktbegegnung der Fellbacher Ringer kürzlich in der Türkei, ist der Gegenbesuch in der zweiten Septemberwoche geplant.

Balikesir. Die Ringerabteilung des SV Fellbach hat – zumindest nach Kenntnis aller

Beteiligter – ein bislang bundesweit einzigartiges Austauschprojekt mit der Türkei

jüngst in die Tat umgesetzt. Eine 19-köpfige Abordnung um den SVF-Trainer Tariel

Shavadze besuchte die westtürkische Stadt Balikesir.

Dort kamen vor allem die 15 mitgereisten Kämpfer kräftig ins Schwitzen. Der von der

Deutschen Sportjugend, der Deutsch-Türkischen Brücke sowie der Jugend- und

Sportdirektion Balikesir unterstütze Besuch war mehr als ein reines Trainingslager.

„Wir wurden empfangen wie eine Nationalmannschaft“, berichtet Dilek Bilgiç.

Die in der Ringerabteilung vielfältig aktive Mutter des aktuellen deutschen U-14-Meisters Can Dogan hat den Austausch dank ihrer türkischen Sprachkenntnisse in monatelanger Arbeit vorbereitet und begleitet.

Wichtigster Programmpunkt war ein Turnier mit türkischen Ringern, die teilweise aus mehreren hundert Kilometern Entfernung angereist waren.

Vom SVF holten Can Dogan, Recep Gürel, Kyriakos und Christos Papadopoulos sowie Lias Lade Gold.

Daneben standen vier Trainingseinheiten auf dem Programm.

Aber auch in Varianten des klassischen Ringens ließen sich die SVF-Athleten einweihen. So besuchten sie in der 55 Kilometer nördlich von Balikesir gelegenen Kreisstadt Gönen ein Turnier im Ölringen.

Zudem gab es Ausflüge wie eine Jeep-Safari im Kazdağı-Gebirge oder zum Strand von Edremit.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Yasemin Adar, der Weltmeisterin von 2017 und mehrfachen Europameisterin.

Der Besuch in der Türkei soll kein einmaliger Ausflug gewesen sein.

„Am 8. September begrüßen wir für eine Woche die türkische Delegation bei uns“, sagt Dilek Bilgic.

Training in Fellbach

Von Michael Käfer

12.09.2025​

Kevin Karl

„Ich war so gut drauf und dann habe ich am Boden kurz nicht aufgepasst und vorbei war die WM." Kevin Karl

Ein schwarzer Tag in Samokov für Kevin Karl

​Bei den U-20-Weltmeisterschaften scheidet der Ringer vom SV Fellbach bereits in der ersten Runde aus.

Samokov. Es war für den ambitionierten Nachwuchsringer Kevin Karl ein Tag zum

Vergessen. Hoffnungsvoll und mit großen Erwartungen an sich selbst war der

18-Jährige am vergangenen Freitag in der Arena von Samokov auf die Ringermatte

getreten. Das gleichnamige Städtchen in Westbulgarien war bis Sonntag

Austragungsort der U-20-Weltmeisterschaften.

Für den Bronzemedaillengewinner der letztjährigen U-17-Europameisterschaften war

der Sprung in die neue Altersklasse U20 jedoch zu groß, um die erhoffte vordere

Platzierung zu erringen. In der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm musste sich der

Spezialist für die Stilart griechisch-römisch bereits in der Qualifikationsrunde dem

Ungarn Attila Jozsa glatt mit 0:10 geschlagen geben.

Hinterher war die Ratlosigkeit des eher für elegante Techniken als für plumpe

Kraftakte bekannten Ringers vom SV Fellbach groß: „Ich kann es mir selbst nicht

erklären, wie das alles passieren konnte. Ich war so gut drauf und dann habe ich am

Boden kurz nicht aufgepasst und vorbei war die WM.“

Erschwerend kam hinzu, dass der Ungar kein unüberwindlicher Gegner war. Zwar verfügt er über Erfahrungen aus fünf internationalen Meisterschaften, kann aber bislang keine vordere Platzierung vorweisen. Auch diesmal unterlag er im Achtelfinale dem Usbeken Fayozbek Eshmirzaev mit 2:7 nach Punkten. Mit dieser Niederlage war für Kevin Karl auch die Chance vorbei, in die Hoffnungsrunde einzuziehen.

Sehr enttäuscht zeigte sich auch der für den Greco-Nachwuchs zuständige Bundestrainer Christian Fetzer, der Kevin Karl als einen von lediglich vier Startern für die Weltmeisterschaften nominiert hatte: „Kevin hat sein Leistungsvermögen in keiner Weise abgerufen. Den Gegner aus Ungarn muss er, wenn er denn überhaupt eine kleine Rolle spielen möchte, klar besiegen.“

Immerhin: Als Angehöriger des jüngsten Jahrgangs hat Kevin Karl – falls er erneut nominiert werden sollte – zwei weitere Chancen, sich bei Welttitelkämpfen zu beweisen. Dass der Altersvorteil durchaus einen großen Unterschied ausmachen kann, beweist der Blick auf die vorderen Ränge. Drei der vier Medaillengewinner (es werden zwei Bronzemedaillen vergeben) in der Klasse bis 67 Kilogramm haben ihren 20. Geburtstag bereits gefeiert.

Von Michael Käfer

17.08.2025

Detsche Meisterschaft, Maia Shavadze gewinnt Gold

Trainer-Tochter sichert sich den nationalen Titel

Maia Shavadze ist deutsche U-14-Meisterin im Ringen – SV Fellbach in der Teamwertung auf Rang fünf unter 71 Vereinen.

Riegelsberg. Die Ringer des SV Fellbach haben am Wochenende ihre Erfolgsserie bei

deutschen Nachwuchsmeisterschaften fortgesetzt. Nach ihren männlichen Kollegen

waren jetzt in Riegelsberg die Ringerinnen der Altersklassen U14 und U17 gefordert.

Tariel Shavadze, Trainer der Fellbacher Ringer, war bei den nationalen Titelkämpfen

diesmal sogar in einer Doppelrolle auch als Vater gefordert: Außer der zweifachen

Titelträgerin und Vorjahresfünften Eleni Zagliveri starteten Maia und Lisa Shavadze –

die Töchter von Tariel Shavadze.

Der mit 13 Jahren jüngsten Vertreterin des SV Fellbach war es vorbehalten, die vierte DM-Goldmedaille in diesem Jahr für ihren Verein zu erkämpfen. Maia Shavadze hatte bereits vor einer Woche bei den Tallinn Open gegen starke Konkurrenz aus ganz Europa die Silbermedaille gewonnen und war folglich bei den deutschen Meisterschaften Titelfavoritin. Umso mehr, als Maia Shavadze in Tallinn noch eine Gewichtsklasse höher gestartet war und jetzt auf das Limit von 42 Kilogramm abgenommen hatte.

In der ersten Runde bekam sie es mit einer Gegnerin zu tun, die einen in Ringerkreisen überaus klingenden Namen trägt. Sophia Zander ist die Tochter des ehemaligen Weltmeisters, Olympia-Silbermedaillengewinners von Atlanta und vielfachen Europameisters Thomas Zander.

„Es war ein ausgeglichener Kampf“, bilanzierte Tariel Shavadze nach dem 5:2-Punktsieg seiner Tochter gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin aus Aalen. Nach zwei vorzeitigen Siegen traf Maia Shavadze im Finale auf die letztjährige deutsche Vizemeisterin Greta Röttgen (KSC Graben-Neudorf), die sie kürzlich bereits bei den offenen Hessenmeisterschaften bezwingen konnte. Mit einem ungefährdeten 10:3-Punktsieg erkämpfte Maia Shavadze nun die Goldmedaille.

Für ihre Schwester Lisa Shavadze, 16, standen die Meisterschaften dagegen unter einem ungünstigen Stern. Mit einer Knöchelverletzung angereist, schied die letztjährige WM-Teilnehmerin nach zwei Niederlagen in der Klasse bis 57 Kilogramm aus.

Für Tariel Shavadze war auch Eleni Zagliveri eine klare Medaillenkandidatin und startete standesgemäß mit zwei vorzeitigen Siegen, ohne einen technischen Punkt abzugeben. Gegen die spätere Vizemeisterin Lea Lingscheidt (AC Ückerath) und Aliya Leistner (RV Thalheim) musste Eleni Zagliveri dann jedoch zwei Niederlagen hinnehmen und landete in der Klasse bis 49 Kilogramm auf Platz vier.

Als erfolgreichster Verein in Baden-Württemberg rangiert der SV Fellbach in der Teamwertung auf Platz fünf.

Von Michael Käfer

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